Ziel des Projekts
In einer ländlichen Region wie dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld pendeln die Gedenkpositionen zwischen der recht einseitig geäußerten Fragestellung „Wann wird da endlich eine Ruhe sein?“, wenn es sich um Verbrechenskomplexe des Nationalsozialismus handelt und den jährlichen Versammlungen vor den Kriegerdenkmälern, die zum politischen Brauchtum der Ortschaften gehören. Die Strukturen und Interessen, die hinter dem Aufrechterhalten von Erinnerung und/oder dem Verdrängen dieses Themenkomplexes lassen sich dabei oft nicht genau festmachen.
Unter dem Titel „Strukturen des Erinnerns – Interessen des Vergessens“ versucht die „Initiative Aufarbeiten und Gedenken – AuGe“ die Prozesse zu untersuchen, die das Gedenken an die Zeit des Nationalsozialismus in der Nachkriegszeit prägten. Konzipiert als Workshopreihe in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern soll das Projekt Formen der Erinnerung aufdecken, wie Ausgrenzungen bestimmter Gruppen aus dem tradierten privaten wie öffentlichen Erinnerungsraum, fragliche Zuschreibungen in der Denkmalkultur wie „Helden des Krieges“, Täter-Opfer-Zuschreibungen; Konkret gefragt: Was und wem wird gedacht? Wem wird nicht gedacht? Wie manifestieren sich diese Gedenkkulturen? Und mit welchen Konsequenzen auf unser heutiges Bild von der Vergangenheit? Ausgangspunkt der offenen Diskussionsveranstaltungen stellt die von der „Initiative Aufarbeiten und Gedenken – AuGe“ betriebene Opferdatenbank für die Region dar.
Mit Unterstützung von

  • Projektziele
  • Projektmitarbeiter
  • Termine
  • Partner

  • Förderung des Bewusstseins der Menschenrechte – Wer hat das Recht auf welche Gedenkformen?
  • Bewusstmachung gesellschaftlicher Mechanismen zur Gedenkkultur
  • Stärkung des Interesses für und Analyse von politischen Strukturen
  • Erarbeitung eines Vermittlungsangebotes und Formates, das sich an die Träger sportlicher Aktivitäten in der Region wendet und das sich den obig beschriebenen Themenkreisen widmet
  • Erstellung einer Publikation, über welche die Ergebnisse der Arbeit nachhaltig und breit vermittelt werden können

Wolfgang Brossmann, Michael Rath, Mario Schoberlechner

Für alle Termine bitten wir um Voranmeldung per Email unter initiative@auge-history.eu.

  • Geschichtswerkstätte am Samstag, 05.09.2020 um 14 Uhr im Stadtmuseum Hartberg
  • Geschichtswerkstätte im Museum Pfeilburg, Fürstenfeld am Freitag, 10. Juli, um 18 Uhr
  • Geschichtswerkstätte am Samstag, 29.2.2020 um 8.30 Uhr im GH Groller, Hauptplatz Friedberg